Steuergerechtigkeit oder Steuerungerechtigkeit?

Seeleute Com stand den Seeleuten bei Steuerfragen mit Tipps und Informationen zur Seite.

Im Vorwege da laufend diese Frage kommt, es gilt heute nur noch die Liberia Flagge, wo man falls alle Anforderungen erfüllt sind von der Lohnsteuer in Deutschland befreit werden kann. Alle anderen Flaggen einschließlich Liechtenstein sind in Deutschland steuerpflichtig. Lasst euch bitte nichts von windigen Reedern oder Crewing Managern erzählen, es gab Kollegen die dabei Haus und Hof verloren haben. Die einzige Lösung, man wandert mit der Familie aus, sollte dann in Deutschland aber auch keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt mehr haben.


Reich geworden war unter der ausländischen Flagge kein Seefahrer. Was der eigentlich Steueranteil war hat der Reeder einbehalten. Es war praktisch eine Senkung der Lohnnebenkosten um den deutschen Seefahrer auf dem internationalen Markt noch konkurrenzfähig zu halten. Der weitaus größte Teil der Schiffe fahren immer noch unter ausländischer Flagge. Durch die Besteuerung hat man die meisten Arbeitsplätze deutscher Seefahrer unter ausländischer Flagge kaputt gemacht. Dahinter stand die eigene Gewerkschaft die sich so stark gegen diese angebliche Steuerungerechtigkeit einsetzte. Im Ausgleich zur Senkung der Lohnnebenkosten darf der Reeder unter deutscher Flagge jetzt 80% der Steuer ein behalten. Damit ergibt sich, dass ein Junggeselle der viel Steuer bezahlt, der Reeder auch viel Geld ein behält, bei einem Familien Vater mit vielen Kindern nur wenig. Im Endergebnis als Resultat eine total familienfeindliche Politik welche hier die Politiker und die Gewerkschaft zu verantworten haben. Dies mag heute auch mit einen Einfluss daran haben, dass die Leute bereits nach 4-5 Jahren mit der Seefahrt aufhören. Wir akzeptieren hier nicht das Argument aus familiären Gründen, denn früher hatte man auch Familie. Es sind wohl eher 2 Dinge die hier zusammen fallen, die Gründung einer Familie und eben diese familienfeindliche Steuerpolitik der Bundesregierung.


Leuten die im Ausland wohnen wurde auf diesem Wege auch der Arbeitsplatz kaputt gemacht. Bei einem Einsatz unter deutscher Flagge fällt unter die Vorbehaltsbesteuerung. Steuern, Versicherungen, trotz Familie nur das absolute Maximum, ohne Freibeträge oder Erstattungen. Die Idee dahinter, dass man dann am Wohnsitz sich das Geld erstatten lassen kann, bekommt man doch auch eine Steuerbescheinigung. So etwas funktioniert in der Regel aber nur wenn man dort auch anrechnbare Steuern hat aus denen man sich erstatten lassen kann. Bei dem Seefahrer in der Regel nicht der Fall. Im Rahmen seine feindlichen Politik gegen Auslandsdeutsche erließ man Ausländern die Sozialversicherung, machte aber im Gegensatz wie bei der Steuer vom Wohnsitz dies von der Nationalität abhängig. Nicht ersichtlich war weshalb ein Auslandsdeutscher Beitrage zu bezahlen hatte, obwohl er zu den gleichen Bedingungen lebte wie sein ausländischer Nachbar. Die freie Wahl einer Krankenkasse war Seeleuten gesetzlich nicht gestattet.


Man gibt zwar an es würden jede Menge Seefahrer fehlen, weigert sich jedoch jene zu sehen, denen man mit dieser familenfeindlichen Steuerpolitik den Beruf kaputt gemacht hat. Anstelle werden Millionen in die Ausbildung investiert, Leute mit falschen Vorstellungen angeworben, die dann nach 4-5 Jahren wieder verschwinden. Was für eine Verschwendung von Steuergeldern.


Dies sind aber Dinge welche die Welt hier nicht interessieren, nicht die Politiker die es verzapft haben, nicht einmal die Steuerfahndung.



Mr. X